Beim Sport mit Brille nutzen Millionen einfach ihre Alltagsbrille, immerhin findet die sich schon auf der Nase, aber doch zählt bei Tempo mehr als nur Sehschärfe
Bei Stürzen, Lichtwechseln oder schnellen Bewegungen kann die normale Brille an Grenzen kommen. Eine geeignete Brille sollte sicher sitzen, schützen und zur jeweiligen Sportart passen. Soweit die Theorie, nun das aber.
Rund 22,8 Millionen Menschen mit Brille tragen laut aktueller Allensbach-Brillenstudie auch bei Sport- oder Freizeitaktivitäten eine Sehhilfe. Mehr als vier von fünf davon nutzen einfach ihre normale Alltagsbrille, nur rund jeder Zehnte besitzt eine spezielle Sportbrille. Doch bei Tempo, Lichtwechseln, Stößen oder Stürzen zählt mehr als Sehschärfe: Die Brille muss sicher sitzen, schützen, bruchsicher sein und zuverlässig Orientierung ermöglichen. Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) rät zu Sehlösungen, die auf Sportart, Sehbedarf und Bewegung abgestimmt sind.
Sport mit Brille: Wann die Normale an Grenzen kommt
Beim Spaziergang oder auf einfachen Wanderwegen kann die normale Brille ausreichen. Anders sieht es aus, wenn Tempo, Gelände oder schnelle Richtungswechsel ins Spiel kommen, etwa beim Mountainbiking, Trailrunning, Inlineskaten, Tennis, Padel oder Wassersport. Dann braucht es eine Lösung, die gutes Sehen ermöglicht, die Augen schützt und sicher sitzt. Wer Schlaglöcher, Wurzeln, Bälle oder Hindernisse zu spät erkennt, reagiert später. Bei Sturz, Aufprall oder Ballkontakt kann eine normale Brille selbst zum Risiko werden, etwa wenn Gläser oder Fassung brechen.
„Gutes Sehen beim Sport bedeutet mehr als reine Sehschärfe“, sagt Dr. Gernot Jendrusch vom Lehr- und Forschungsbereich Sportmedizin und Sporternährung der Ruhr-Universität Bochum. „Entscheidend ist auch, wohin der Blick geht und in welcher Entfernung gesehen werden muss. Beim Golf sind Ball, Boden und Ferne wichtig, beim Radfahren in gebeugter Haltung vor allem der Blick nach vorn und unten. Deshalb muss die Korrektur zur Sportart passen, nicht nur zur Sehstärke. Genauso wichtig ist, dass die Lösung sicher sitzt, schützt und bei Belastung bruchsicherer ist als eine normale Alltagsbrille.“
Wie wichtig dieser Schutz sein kann, zeigt eine Auswertung von mehr als 220.000 Vereinssportverletzungen: Augenverletzungen sind zwar vergleichsweise selten, können aber schwerwiegend sein. Fast jeder fünfte Fall mit Beteiligung der Augen musste im Krankenhaus behandelt werden, etwa jeder siebte wurde operiert. Umso wichtiger sind sporttaugliche Sehlösungen, die nicht nur korrigieren, sondern auch schützen.

Jede Sportart stellt eigene Anforderungen
Besonders sichtbar wird der Bedarf beim Radfahren: 37 Prozent der Brillenträger, die bei Sport oder Freizeitaktivitäten eine Sehhilfe nutzen, tragen sie auf dem Rad. Fast genauso häufig kommt sie beim Wandern zum Einsatz. Doch je nach Aktivität muss eine Brille Unterschiedliches leisten: auf dem Rad vor Wind, Insekten und Blendung schützen, mit dem Helm funktionieren und gegebenenfalls Kontraste verbessern; beim Wandern oder Trailrunning sicher sitzen und wechselndes Licht ausgleichen; beim Wassersport Reflexionen und UV-Strahlung reduzieren; bei Ball- und Kontaktsportarten vor Stößen schützen.
Kein Wunder also, wenn die Auswahl heute breiter als früher. Für viele Sportarten kommen Sportbrillen mit individueller Sehstärke infrage, je nach Glasform direkt verglast oder mit Korrektureinsatz hinter dem Sportglas. Bei stark gewölbten Shield-Sportbrillen können Optical Inserts oder Clip-ins eine Lösung sein. Selbsttönende Gläser können bei wechselndem Licht helfen, kontraststeigernde Filter machen Konturen deutlicher, polarisierende Gläser reduzieren Spiegelungen, etwa auf Wasser, gegebenenfalls auf Schnee oder nasser Straße. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte zusätzlich an Schutz vor UV-Strahlung, Wind, Staub und Insekten denken, etwa durch eine Schutz- oder Sportsonnenbrille.
Vor dem Kauf: Sehbedarf, Sportart und Sitz prüfen
Wer regelmäßig Sport treibt und eine Fehlsichtigkeit hat, sollte deshalb nicht allein nach Design oder spontan online auswählen. Wichtig ist eine fachliche Prüfung: Welche Variante ist sportartbezogen sinnvoll? Sitzt sie sicher? Funktioniert sie mit Helm, Cap, bei Schweiß, Temperaturwechseln und Bewegung? Hilfreich sind hier Fachgeschäfte mit entsprechender Spezialisierung.
Aber wie sieht es mit einer HEADRIX Brille aus? Dank der individuellen Produktion im industriellen 3D-Druck, sitzt eine HEADRIX optimal. Die Fassungen sind leicht. Kunststoff-Verglasungen sind möglich, das Material selbst ist besonders haltbar mit hoher Elastizität. Damit weist es vor allem unter Last eine große Stabilität und Dehnbarkeit auf. Die hohe Formbeständigkeit macht es auch extrem bruchsicher und das ohne Splittern, falls es doch zu einem Bruch kommen sollte. Ideale Voraussetzungen für ihren Sport mit Brille. Aber genaues können Sie gerne bei einem individuell vereinbarten Termin im Concept-Store HEADRIX-optik in der Gervinusstraße 9 am S-Bahnhof Charlottenburg, 10629 Berlin, in Erfahrung bringen.
Service-Check: So finden Sportler die passende Sehlösung
- Sehbedarf klären: Reicht eine Sportbrille mit individueller Sehstärke oder ist ein Korrektureinsatz sinnvoll?
- Lichtwechsel einplanen: Bei häufigem Wechsel zwischen Sonne und Schatten können, je nach Sportart, selbsttönende Gläser helfen.
- Reflexionen reduzieren: Auf Wasser, Schnee oder nasser Straße können polarisierende Gläser störende Spiegelungen mindern.
- Kontaktlinsen ergänzen: Wer Kontaktlinsen trägt, sollte zusätzlich an Schutz vor UV-Strahlung, Wind, Staub und Insekten denken.
- Ausrüstung testen: Helm, Cap oder Kopfhörer am besten zur Anprobe mitbringen.
- Schutzbedarf prüfen: Bei Tempo, Sturzrisiko sowie Ball-, Schläger- oder Kontaktsport sind stoßfeste, als sportgeeignet geprüfte Lösungen wichtig.
- Tipp: Wer unsicher ist, sollte die Sehanforderungen der eigenen Sportart fachlich prüfen lassen.